Über mich
Mein Name ist Sarah. Ich bin 37 Jahre alt und in NRW geboren. Mein Vater ist Chemiearbeiter, meine Mutter hat viele Jahre als Reinigungskraft und Verkäuferin gearbeitet und meine Schwester und mich groß gezogen. Nach der Scheidung meiner Eltern erging es meiner Mutter wie vielen alleinerziehenden Frauen. Neben schlecht bezahlten Jobs, Sozialamt und Sorgearbeit hat sie für uns Kinder den Alltag geschmissen, während sie selbst auf Vieles verzichten musste. Durch die Situation meiner Mutter habe ich früh gelernt, mich durch das System zu kämpfen.

Die Geschichte meiner Kindheit und Jugend ist geprägt von der Überlastung meiner Eltern, von Armut und Ausgrenzung unserer Nachbarschaft. Unser Stadtteil war der, den andere "Brennpunktviertel" nennen. Dabei war unser Alltag geprägt vom Spielen auf den Wiesen zwischen unseren Hochhäusern und der vielfältigen Gemeinschaft im Viertel.

Mit 18 bin ich allein nach Freiburg gekommen, um eine Ausbildung zu machen. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb, einer Freiburger Softwarefirma, einen Betriebsrat gegründet und grundlegende Arbeitsrechte erkämpft. Als ich dann als Betriebsrätin gekündigt wurde, habe ich das erste Mal dieses Gefühl überwältigender Solidarität erfahren. So viele Menschen haben mich in meinem Gerichtsprozess bedingungslos begleitet, motiviert und gestärkt. Ein Gefühl, das bis heute anhält. Ein Gefühl, von dem ich mir wünsche, dass es unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben prägt. Das war der Moment, in dem ich entschieden habe: Es reicht nicht, sich nur über die Ungerechtigkeit dieser Welt zu beschweren – ich will handeln, ich will verändern! Seitdem bin ich politisch aktiv. Als gelernte Sozialarbeiterin setze ich mich für Kinder und Jugendliche ein. Heute arbeite ich in einer Gewerkschaft und kämpfe mit den Beschäftigten für gute Löhne und Arbeitsbedingungen. Seit vielen Jahren bin ich in sozialen Bewegungen organisiert und engagiere mich konsequent gegen Faschismus, Rassismus und für soziale Gerechtigkeit und die Aufwertung von Sorgearbeit. Jetzt will ich für uns in den Landtag, um für unser Zuhause zu kämpfen.

Klar ist: ich werde keine Berufspolitikerin und treffe keine Entscheidungen in verschlossenen Hinterzimmern. Ich will Politik mit euch gemeinsam machen. In den Stadtteilen, in den Betrieben und auf der Straße. Ich werde mein Gehalt deckeln auf 2.950 €. Den Rest gebe ich in einen Sozialfonds, der Initiativen in unseren Stadtteilen und direkt Menschen in Not unterstützt.
Das Leben in Freiburg ist für viele von uns unbezahlbar. Das muss nicht so sein. Meine Vision: Eine Politik für Freiburg, die uns alle im Blick hat. Ein gutes und sorgenfreies Leben, ohne Existenzängste. Für uns, für unsere Freund*innen und Familien, egal woher wir oder unsere Großeltern kommen.